Coronavirus: Die Fakten und der gesunde Menschenverstand

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Coronavirus, Pandemie, Quarantäne … viele unserer Medien schüren zurzeit die Panik.

Haben wir denn aus den vergangenen Jahren nichts gelernt? SARS, Vogel- und Schweinegrippe waren die Angstmacher der vergangenen Jahre. Der übliche saisonale „normale“ Influenzaverlauf änderte sich in diesen Jahren nicht wesentlich, es erkrankten viele Millionen und es starben mehrere Tausend Menschen in Deutschland. 2009/10 wurde von der Weltgesundheitsorganisation eine Pandemie der Schweinegrippe befürchtet, die zweithöchste Gefährdungsstufe ausgerufen und für viel Geld ein Impfstoff entwickelt – doch bis dieser bereitgestellt werden konnte, war von der befürchteten Pandemie – Gott sei Dank – nur noch wenig zu bemerken so dass sich kaum Menschen impfen ließen. Alleine in Deutschland wurden Impfstoffe für mehrere Millionen Euro wieder vernichtet.

In der Saison 2017/18 verstarben in Deutschland über 25.000 Menschen an den Folgen der alljährlichen Influenza. Wo war da die Reaktion der heute so aktiven Institutionen? Es gab keine täglichen Berichte über die neuesten Zahlen von Erkrankten und Verstorbenen in der Tagesschau und kein Gesundheitsamt oder Minister verhängte eine Quarantäne – obwohl dies sicherlich ebenso wirksam gewesen wäre wie heute.

Epidemiologen wissen seit vielen Jahren, dass Coronaviren zu den fünf häufigsten Erregern von Atemwegsinfekte mit einem Anteil von bis zu 15% gehören. Und dieses Jahr kommt ein neuer Virustyp, das Coronavirus (SARS-CoV-2) hinzu. Neue Dinge machen oft Angst, aber letztlich ist es eine Viruserkrankung, die wohl ähnlich wie die Influenza verläuft. Und Ja, es werden viele daran erkranken und genauso, wie bei der Influenza, werden leider auch in Deutschland Menschen daran versterben. Aber allgemeine Hysterie und Panik bis hin zu Hamstereinkäufen sind sicher nicht die Lösung. Im Gegenteil. Angst und Panik versetzen unseren Organismus erst recht in eine Stresssituation und führen damit unweigerlich zu einer Schwächung unseres Immunsystems. Es ist bekannt, dass unsere Gedanken die Realität beeinflussen. Angst, welcher Art auch immer, ist ein großer Nährboden für Krankheiten, gleich welcher Art. Zwei interessante Interviews finden Sie hier zum Thema: von Herrn Dr. Wolfgang Wodarg (Epidemiologe) https://www.youtube.com/watch?v=WhJB8xjaSrw und Dr. Rolf Kron : https://youtu.be/8LlHFDhejKU

Ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Situation bedeutet für mich: Regelmäßig gründlich die Hände waschen – die meisten Infekte werden von den Händen über Mund/Nase/Augen übertragen. Und insbesondere Immungeschwächte sollten Menschenansammlungen meiden. Eine wichtige Maßnahme im Umgang mit dem Coronavirus ist das Stärken des eigenen Immunsystems und der Abwehrkräfte. Da können wir selbst einiges aktiv dafür tun: Ausreichender Schlaf, eine gesunde Ernährung und Waldspaziergänge helfen, weniger anfällig für Infekte zu sein. In den meisten Fällen sind Erkrankte mit Influenza- oder Coronavirusinfektionen nach zwei bis drei Wochen wieder gesund, ohne dass es eine spezifische Therapie dafür gibt – unser Immunsystem schafft das. Und falls bei Ihnen doch Symptome wie Fieber, Halsweh, Schnupfen und Husten auftreten, melden Sie sich gerne bei uns telefonisch um zu klären, wie damit umzugehen ist.

Machen wir uns auch immer bewusst, dass dieses Leben ein Geschenk ist. Vielleicht sind diese „Quarantänemaßnahmen“ auch eine Möglichkeit, das normale Alltagsleben etwas zu verlangsamen und in sich zu gehen. Befassen wir uns mit positiver, Horizont erweiternder Lektüre.

In diesem Sinne: Ruhe bewahren, Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.
Und: Der Frühling steht vor der Tür.

Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie noch weitere Informationen zum Coronavirus: www.infektionsschutz.de.

Ihr
Dr. Harald Weidner

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